zu Besuch bei: Fränzi Gerber

Vor einigen Wochen erhielt ich eine Audienz bei unserer langjährigen Mieterin und Hauswärtin Fränzi Gerber und ihrem Sohn Ismael im Mittlerhusweg. Ich durfte allerlei Interessantes erfahren und danke ganz herzlich für das offene Gespräch. Allen Anderen wünsche ich viel Vergnügen beim Lesen!

Erzähle von deinem Leben:

Geboren wurde ich im Luzerner Kantonsspital Wolhusen und bin aufgewachsen  in einem wunderschönen Chalet in Wiggen – im idyllischen Entlebuch. Mit meinen 10 Geschwistern (ich war die Nr. 9 in der Geburtenreihenfolge) wurde mir definitiv nie langweilig und ich genoss eine tolle und sehr naturverbundene Kindheit. Nach der obligatorischen Schulzeit verspürte ich den Wunsch nach einer Ausbildung als Verkäuferin und fand diese schliesslich in einer Bäckerei im Entlebuch. Leider gab es auf persönlicher Ebene unlösbare Differenzen, welche mich schlussendlich dazu veranlassten, die Ausbildung nach nur einem Jahr abzubrechen. Glücklicherweise fand ich kurze Zeit später bei der Migros eine Anstellung als Verkäuferin. Die Fortsetzung der Lehre war jedoch damit vom Tisch. Nach zwei Jahren Migros wurde ich schliesslich befördert – und dies ganz ohne Lehrabschluss. Die Migros hatte aber auch noch anderweitig einen sehr grossen Einfluss auf mein Leben. An der Kasse passierte es nämlich, dass ich den Vater meines Sohnes zum ersten Mal sah… Nach der Migros-Zeit ging es dann zusammen mit meinem «Migros-Freund» für zwei Jahre ins Ausland. Nach der Rückkehr in die Schweiz fand ich eine Wohnung in der Josef Schryberstrasse 6 in Kriens und arbeitete in Luzern. Im Juli 2002 kam schliesslich unser Sohn Ismael zur Welt. Leider hielt die Beziehung zu seinem Vater nicht und wir trennten uns schlussendlich im 2007. Aufgrund eines Handicaps Ismaels, welcher umfangreiche Therapien benötigte, konnte ich eine lange Zeit nicht arbeiten. Schliesslich wurde ich Tagesmutter und Ismael absolvierte den Kindergarten und die Schulzeit in der Stiftung Rodtegg in Luzern. 2019 zügelten Ismael und ich in die Region Bern, wo Ismael seine Ausbildung machte. Da ich in der Zwischenzeit als Hauswartin für die LBK (zuerst 60 % bzw. ab 2021 in einem 80 %-Pensum) tätig war, verursachte mir das Pendeln einige Kopfschmerzen und ich suchte mir eine Wohnung in der Nähe meiner Arbeitsstelle. Glücklicherweise erhielt ich den Zuschlag für eine frisch renovierte 3.5-Zimmer-Wohnung im Mittlerhusweg 9 und ich zog mit Ismael im November 2024 dort ein.

Wie und wann wurdest du Hauswartin bei der LBK?

Als ich in der Josef Schryberstrasse 6 wohnte, half ich als Nebenjob der Hauswartin bei der Arbeit von drei Liegenschaften. Diese Arbeit bereitete mir schon damals Freude. Als 2010 die Häuser-Renovationen realisiert wurden, zügelte die Hauswartin und ich konnte die drei Liegenschaften vollumfänglich übernehmen. Zusammen mit der Arbeit als Tagesmutter kam ich so tip top über die Runden. 2019 wurde ich dann schliesslich offizielle Hauswartin-Angestellte der Liberalen Baugenossenschaft in einem 60 %-Pensum. 2021 wurde dann mein Pensum auf 80 % erhöht und ich benötigte den Job als Tagesmutter nicht mehr.

Wie ist die LBK als Arbeitgeber?

Die LBK ist ein sehr mitarbeiterfreundlicher Arbeitgeber und in puncto Arbeitsbedingung, Sozialleistungen, Lohn, etc. absolut fair. Über all die Jahre entwickelte sich ein sehr grosses gegenseitiges Vertrauen. Die freie Einteilung meiner Arbeit schätze ich sehr. Es besteht auch kein Kontrollzwang seitens der Verwaltung und es herrscht ein sehr freundschaftliches Verhältnis untereinander. So lange ich meine Arbeit gut verrichte, ist alles bestens – doch das ist ja überall so.

Generelle Meinung über die LBK?

Ich bin sehr dankbar für alles, was die Liberale Baugenossenschaft für mich getan hat – sei es mit den Wohnungen oder auch mit den beruflichen Anstellungen. Hervorheben möchte ich auch die Tatsache, dass ich immer die volle Unterstützung seitens der LBK erhielt, bezüglich den zahlreichen Terminen bezüglich Ismael’s Handycap. Auch werde ich für immer dankbar sein, dass die LBK mir die Chance ermöglichte – als Ungelernte – die Arbeit als Hauswartin auszuführen.

Schönste Erlebnisse mit der LBK?

Als ich in der Josef Schryberstrasse 6 wohnte, hatten wir ein sehr gutes und offenes Verhältnis untereinander. Es wurden oftmals «feucht-fröhliche» hausinterne Anlässe durchgeführt,mit dem Haus 8 bei welchen ich übrigens auch heute noch eingeladen werde. Generell sind solche Anlässe wie das Quartier-Grillfest, das Hauswartsessen oder das Weihnachtsapéro sehr schöne und allseits geschätzte Anlässe.

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